Rettungsschirm für Zahnärzte 

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Stand: 04.05.2020

Was vom Rettungsschirm übrig bleibt

In der heute vom Bundesanzeiger verkündeten neuen COVID-19-VSt-SchutzV des BMG vom 30.04.2020 bleibt es dabei, dass KZV-Abschläge in 2020 auf 90% des Vorjahresniveaus in 2020 ausgezahlt werden. Eine Überzahlung muss jedoch zu 100% zurückgezahlt werden. Der ursprünglich im Referentenentwurf von Jens Spahn vorgesehene Zuschuss von 30% der Überzahlung entfällt.

Olaf Scholz will Spahns Rettungsschirm abspecken

In der heutigen F.A.Z. (27.04.2020) wird berichtet, dass zwischen Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Uneinigkeit bezüglich des Umfangs des geplanten zahnärztlichen Rettungsschirms besteht.  Wir halten Sie hier weiterhin auf dem Laufenden.

Referentenentwurf Jens Spahn

KZV-Zahlungen laufen auf 2019-Niveau weiter

Der Referentenentwurf zum Rettungsschirm des Bundesgesundheitsministeriums vom 16.04.2020 sieht vor, die infolge der SARS-CoV-2-Epidemie zu verzeichnenden Einnahmenrückgänge in den Zahnarztpraxen zu begrenzen und zu erwartende Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Dies soll erreicht werden, indem die für 2020 zu leistenden Gesamtvergütungen auf 90 Prozent der in 2019 erfolgten Zahlungen festgeschrieben werden. Das Gesundheitsministerium unterstellt, dass die Inanspruchnahme von zahnärztlichen Leistungen in dieser Zeit vielfach nur aufgeschoben wird. Erwartet wird ein starker Nachholeffekt nach der Krise. Vor diesem Hintergrund sollen 70 Prozent der von den Krankenkassen im Jahr 2020 geleisteten Überzahlungen von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen in den Folgejahren 2021 und 2022 ausgeglichen werden.

Beispielrechnung

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Eine Einzelpraxis hat im 2. Quartal 2019 Praxiseinnahmen von insgesamt 158.000 Euro erzielt. Der KZV-Abschlag betrug 83.000 Euro. Die restlichen Praxiseinnahmen in Höhe von 75.000 Euro erzielte die Praxis über Zuzahlungen und Privatleistungen.

Aufgrund der Corona-Krise sinken die tatsächlich abgerechneten Leistungen sowohl im KZV-Bereich als auch im Privatbereich auf jeweils 50.000 Euro ab.

Nach der Vorstellung von Jens Spahn soll der KZV-Abschlag für das 2. Quartal 2020 75.000 Euro (= 90% der KZV-Zahlung im Vergleichsquartal 2019) betragen. Die Überzahlung der KZV beliefe sich damit auf 25.000 Euro. Hiervon sollen 7.500 Euro beim Zahnarzt als nicht rückzahlbarer Zuschuss verbleiben, 17.500 Euro müssten in den Folgejahren 2021 und 2022 zurückgezahlt werden. 

Olaf Scholz befürwortet den KZV-Abschlag. Seiner Meinung nach, soll die Überzahlung der KZV aber nicht wie bei Spahn nur zu 70%, sondern zu 100% bis Ende 2022 zurückgezahlt werden. Der Liquiditätszuschuss entfällt. 

Den Einnahmenrückgang bei den Privatzahlungen muss der Zahnarzt komplett selbst abfedern. Je höher also der Anteil der Privatabrechnungen, desto weniger wird vom Rettungsschirm profitiert.

Wie gut ist die staatliche Finanzhilfe für Zahnärzte?

Der FDP-Bundestagsabgeordneter und Zahnarzt Dr. Wieland Schinnenburg kritisiert den Rettungsschirm von Gesundheitsminister Jens Spahn  und fordert: "Die Zahnärzte dürfen nicht schlechter behandelt werden als die Ärzte."

Spahn plant Rettungsschirm für Zahnärzte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beschließt einen weiteren Schutzschirm: Damit sollen jetzt auch die Einnahmeausfälle von Zahnarztpraxen abgefedert werden. Sie erhalten zunächst 90 Prozent der Vergütung aus 2019.


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