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Betriebsprüfung in der Zahnarztpraxis

Bei Betriebsprüfungen in der Zahnarzt- und Arztpraxis geht es heute nicht mehr primär um steuerliche Anerkennung von Fortbildungen, Bewirtungsquittungen oder generelle Ausgaben, sondern vor allem um Selbstzahlerleistungen und Geldzuflüsse von Privatpatienten, Umsatzsteuer und Gewerblichkeit.

Zugriffsmöglichkeiten auf elektronische Daten, wie Leistungsstatistiken, aber auch Terminkalender, Mahnlisten, Aufstellungen der abgerechneten Leistungen etc. eröffnen neue und u. U. durchaus ergiebige Prüfungsfelder.

Bedenken Sie zudem, dass in der Regel immer zurückliegende Jahre geprüft werden (mit Ausnahme der Umsatzsteuersonderprüfung, die sich auf aktuelle Zeiträume konzentriert).  Einige Finanzbehörden haben zudem spezielle Prüfer für Heilberufe ausgebildet.  

Wen trifft es besonders?

Betriebsprüfungen können prinzipiell  jede Praxis treffen! Besonders scharf wird jedoch in Niedersachsen und Berlin geprüft. Relativ konziliant sind die Prüfungen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz. Interessant sind für Betriebsprüfer insbesondere „große“ Praxen mit einem hohen Umsatzvolumen und einem überdurchschnittlichen Personalbestand sowie Praxen, die Umstrukturierungsprozesse (z. B. Praxisverkauf, Einbringungen, Gründung eines MVZ) vollzogen haben.

Einige Beispiele aus aktuellen Prüfungen

  • Gebührenziffern werden hinterfragt (Prüfungsschwerpunkt: Umsatzsteuer)
  • Leistungsstatistiken einzelner Behandler werden verlangt (wegen Gewerbesteuer),
  • Internetauftritte werden auf nicht der Heilbehandlung dienende Angebote überprüft (Prüfungsschwerpunkt „Umsatzsteuer“) 
  • Materialeinkauf und Leistungserbringung werden miteinander verprobt, d. h. es kann beispielsweise ein Abgleich zwischen eingekauften Rohlingen und den erstellten Cerec-Kronen erfolgen (Prüfungsschwertpunkt „Betriebseinnahmen“)
  • Elektronische Terminkalender werden z.B. nach "Botox-Partys" durchsucht (Prüfungsschwerpunkt „Umsatzsteuer“ oder „Betriebseinnahmen“)

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Fortbildung: Betriebsprüfungsprophylaxe 

Anhand von Praxisbeispielen erfahren Sie in diesem Seminar (3 Fortbildungspunkte), wie Sie Ihre Praxis optimal auf den reibungslosen Ablauf einer Betriebsprüfung vorbereiten können. Dabei werden Fragen behandelt, wie:

• „Warum Steuerehrlichkeit alleine nicht mehr ausreicht.“
• „Wie bediene ich meine Praxissoftware prüfungsfest?“
• „Welche Möglichkeiten gibt es, abgerechnete und zugeflossene Praxiseinnahmen abzugleichen?“
• „Wie schützt mich eine Verfahrensdokumentation und wie erstelle ich sie?
• „Was sind typische Fehler und Fallen?“
• „Wie sieht vorausschauende „Betriebsprüfungsprophylaxe“ aus und gibt es einen „SOS-Plan“?“

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